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Kalter Winter trifft knappen CO₂-Markt

Der Januar verläuft in Deutschland dieses Jahr deutlich kälter als in den vergangenen Jahren. Während das langjährige Mittel für den Januar bei rund -0,5 °C liegt, wurden zeitweise Werte deutlich unter dem Gefrierpunkt erreicht, teils mit nächtlichen Temperaturen im zweistelligen Minusbereich. Diese Abweichung führt zu einem spürbar erhöhten Heizenergieverbrauch und damit zu steigenden CO₂-Emissionen aus Erdgas und Heizöl.

Entsprechend wächst die Abgabepflicht im nationalen Emissionshandelssystem (nEHS) unmittelbar wetterbedingt. Diese Effekte gewinnen vor dem Hintergrund der anstehenden Systemumstellung zusätzlich an Bedeutung: Ab 2026 werden nationale Emissionszertifikate erstmals versteigert, die verfügbare Menge ist politisch vorgegeben und voraussichtlich knapp bemessen. Ein kalter Winter kann diese strukturelle Knappheit kurzfristig weiter verschärfen, da der Zertifikatebedarf steigt, während das Angebot fix bleibt.

Das aktuelle Winterwetter verdeutlicht damit, wie sensibel der CO₂-Markt auf externe Faktoren reagiert, und dass Wettereffekte künftig nicht nur für den Energieverbrauch, sondern auch für das Preisniveau im Emissionshandel unmittelbar relevant sind.

28.01.2026

Ihr Emissionshändler.com Team